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Wer z.B. Wacken-Gänger oder M`era Luna Besucher ist, durfte sich natürlich auch in Berlin auf jede Menge Dark-Rock freuen und wurde auch nicht enttäuscht. Abgelöst wurden sie von jeder Menge Elektro-Industrial, soll heißen Oomph!. Wenn Oomph! drauf steht, ist auch Oomph! drin. Sie überraschten mit Matrosenanzügen als Bühnenoutfits und `nem Make-Up des Jokers, wie aus dem gleichnamigen Film. Ihre Songauswahl reichte von Labyrinth oder Niemals bis zu Songs aus ihrem aktuellen Album. Das die Menge dabei ausflippte, versteht sich von selbst. Als letzte Band des Abends wurde Evanescence mit ihrem Alternitiv-Rock erwartet.
Der SAMSTAG startete verregnet, deshalb bestand unsere Ausrüstung aus Regenponscho, welches man für 1,-€ vor Ort erwerben konnte, und Schirm. Trotz des miesen Wetters, strömten die Fans zur Zitadelle. Heute waren ausgefallene Goth-Roben und T-Shirts mit eindeutigen Bandbekenntnissen, wie Ich will brennen von ASP, zu sehen. Wir mischten uns auch gleich unters Publikum und wollten für Euch herausfinden, auf welche Band im Besonderen gewartet wude. Fast uni sono wurden ASP, MONO INC und ZERAPHINE genannt.
Der heutige opener war Staubkind, damit kann man so gut wie nichts falsch machen. Der Sänger, Louis Manke, nahm das Publikum mit und alle begaben sich auf eine gemeinsame Reise. Es wurden ältere aber auch zwei neue Stücke vom voraussichtlich im September erscheinenden Album gespielt, Party pur. Wer glaubte, dass die Stimmung nicht mehr steigerungsfähig sei, der irrte. Es folgte nämlich Zeraphine und die Stimmungskurve ging trotz anhaltendem Regen weiter nach oben. Und wie es sich gehört, wenn Mono Inc spielen, hört es auf zu regnen... Der Bühnenraum war extrem voll und die Stimmung positiv aufgeheizt. Wie üblich unterhielt sich der gesellschaftskritische Sänger mit den Fans. Die Atmosphäre erreichte ihren Höhepunkt. Nach erneuter Umbaupause betraten Saltatio Mortis die Bühne. Sie griffen die Energie der vorigen Band auf und trugen das Publikum weiter. Zum Abschluss gab es den Spielmannsfluch und die Zuschauer wurden animiert, das ohohohohoh mitzusingen. Wie immer verließen Saltatio Mortis auf diese Art die Bühne.
69 Eyes präsentierten sich anschließend in erstarrter Manie. Ihre Musik war monoton und die Texte schlecht zu verstehen. Wie sich das auf die Stimmung auswirkte, braucht man nicht weiter beschreiben. Leider wurde man schon vor ihrem Auftritt mit Flyern regelrecht zugespamt, dass es mit ihnen und eigenem DJ eine Aftershowparty gäbe...
Das Warten hatte sich jedoch gelohnt, denn es folgte ASP. Zu Beginn herrschte eine Mischung aus Anspannung und Elektrizität auf der Bühne, denn wie reagieren die Fans auf die neue Bandbesetzung? Das war ASP deutlich anzumerken. Er forderte die Fans auf mitzumachen und deren positive Antwort ließ die Anspannung verfliegen. Die Stimmung war absolut und bei dem Titel Rücken an Rücken wurden alle aufgefordert sich genau so und parallel zur Bühne hinzustellen. Der Sinn bei der Umsetzung liegt "einfach" in der Vermittlung des Gühls: was nehme ich von meinem Gegenüber, also Rücken an Rücken, war, wenn man auf diese Art kommuniziert. Probiert es doch selbst einfach mal aus....
Die Meldung, dass bei ASP nicht aus dem Bühnengraben fotografiert werden dürfe, erklärte sich während der Show von selbst, denn eine ausgefeilte Pyrotechnik und reichlich Kunstschnee hätten ein fotografieren aus selbigem unmöglich gemacht. Die Vergabe von großen Autogrammkarten und die Bühnenshow, die mit viel Liebe zum Detail arrangiert wurde, ließen jedem ASP-Fan das Herz höher schlagen.
Der Einlass war sehr gut organisiert. Da es drei Gassen gab, musste niemand lange warten. Die Kulisse, also die Zitadelle selbst, ist doch immer wieder fenomal, denn man taucht ein in eine andere Welt. Das Gastroangebot war vielseitig und bot etwas für fast jeden Geschmack, wobei die Preise eventuell überdacht werden sollten. 2009 gab es einen Bühnensteg der ins Publikum führte. So wurde noch mehr Nähe zu den Fans hergestellt. Vieleicht könnte man das 2013 wieder aufgreifen. Ein großer Dank ist an die Zita-Rock-Leitung zu richten, der es in diesem Jahr auch wieder gelungen ist, ein schönes Festival zu organisieren und die ihre Medienpartner via E-Mail immer up to date hielten. Und Scheu vor Fan-Kritik gibt es auch nicht, da auf der Website konkret danach gefragt wird. Also wer sich produktiv äußern möchte, kann das gerne unter:
Somit heißt es auch jetzt wieder: nach dem Zita-Rock ist vor dem Zita-Rock.
Eure
Anja Weikert
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