Bülent Ceylan rockt WackenRain no shine... so ging der Tag los, ein Regenschauer nach dem anderen fegte über das Wacken hinweg und der Blick gen Himmel sorgte nicht gerade für gute Laune, es versprach nicht wirklich besser zu werden. Als dann um 16 Uhr Skyline endlich die Bühne betraten war zumindest der Regen Geschichte und die Band machte sich auf, ebenfalls eine zu schreiben.
Als Doro die vor kurzem ihr 2500stes Konzert gab die Bühne enterte, um mit Skyline ihre Wacken Hymne „We are Metalheads“ zum besten zu geben, war die Stimmung schon am kochen und das Wetter war vergessen. Mit diversen Gästen gab`s eine kurzweilige Stunde feinster Metalkunst.
Dann war Zeit für ein Experiment. Bülent Ceylan betrat die Bretter der Blackstage! „Kaum kommt der Türk, schon scheint die Sonne.“ Sichtlich aufgeregt und überwältigt hatte er jedoch das Publikum schnell im Griff und leider war eine halbe Stunde viel zu schnell vorbei. Einer der Höhepunkte war fraglos sein Ausflug im Schlauchboot über die Massen. „Ich habe Schiss“ sagt er noch eine Stunde vorher auf seiner Pressekonferenz als Antwort auf die Frage, „was geht dir gerade durch den Kopf, bitte in drei Worten“.
Das Volk war vorbereitet und bester Stimmung, um dann einer immer noch umstrittenen Band zu lauschen. Frei.Wild lieferten einen überzeugenden Jubiläumsauftritt ab und sorgten dafür, dass die Stimmung vor der Black Stage nicht absackte. Endgültig auf dem Siedepunkt angekommen war die Stimmung als die Band „Weil du mich nur Verarscht hast“ zum Besten gab.
Helloween sagten sich aller Guten Dinge sind drei und nahmen entsprechend zweimal Anlauf, bevor Sie ihr Set endlich durch ziehen konnte. Die ersten beiden Versuche wurden durch technische Probleme jeweils abrupt abgebrochen. Doch das Warten lohnte sich. Mit ihrer ganzen Erfahrung hielten sie die Stimmung auf dem Siedepunkt.
Als dann auch endlich die Klassiker kamen, war auch schon alles wieder vorbei. Würdig mit „i want out“ ging es dann von der Bühne.
Nun wurde es Zeit für den großen Auftritt von „Blind Guardian“. Dieser hinterließ leider ein zwiespältiges Gefühl. Die Band kam mit ihren neuen Sachen nicht ganz so an, wie sie es verdient hatten. Als dann jedoch die Klassiker kamen, war alles wieder gut. Der „Bard`s Song“ wurde dann auch vom ganzen Infield inbrünstig gesungen und brachte Hansi sichtlich zum strahlen. Mit einem großen Feuerwerk sorgte man dann dafür, dass die Bühne für Ozzy Osbourne bereitet war.
Sein Lebenswandel hinterließ leider seine Spuren. Dennoch brachte er die Night to Remember zu einem würdigen Abschluß, auch dank seiner großartigen Band. Alles in allem ein anstrengender und befriedigender Auftakt des ersten (offiziellen) Wacken Tages.
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