Der erfrischende Optimismus, der durch das Album fließt, ist auch auf Gerbers zweiter Single-Auskopplung „All Right“ ganz klar präsent. Zeilen wie: “It’s all right to lose your mind / it’s all right to be unkind / it’s all right to get it all wrong / if you let a little love in…it’s gonna be all right,” drücken Gerbers Ansichten darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein, deutlich aus.
Es handelt sich um Fehler machen, aber auch um Vergebung: die Fähigkeit sich und anderen Fehler zu verzeihen und vergeben. Vergebung und Liebe sind die zentralen Themen. Gerbers musikalischer Stil erinnert etwa an Tom Petty oder Neil Young, aber nach kurzem Reinhören wird klar, dass Gerber ein talentierter und unverwechselbarer Künstler ist. Ein Künstler mit einem Masterplan.
Die B-Seite “Hard Winter” ist ein wunderbares Stimmungs-Stück, basiert auf einer tollen Hookline, die den Hörer durch eine melodische und melancholische Reise leitet. Mit biblischen Referenzen, die an Leonard Cohen erinnern (“Hard winter she’s descending down like a stone before some famous tomb / three days won’t be long enough to raise me from this dusky, dusky gloom”) und einem inspirierten und wunderbar ergreifenden Solo ist die immanente Wiederauferstehung nach der sprichwörtlichen Kreuzigung nur ein Augenblick entfernt.