Nun höre ich das Album zum x-ten mal und weiß immer noch nicht was ich schreiben soll. Als Fan der harten melodischen Klänge, hat mich das Album bereits beim ersten Hören in seinen Bann gezogen. Lange musste man in diesem Genre frischen Wind suchen. Auch ich glaubte, dass nach dem letzten Longplayern von Subway to Sally oder In Extremo so langsam die Lichter ausgehen.
Doch dann kam mir durch Zufall "Es werde Licht" in die Finger und ich war sofort gefesselt von Ignis Fatuu.
Jetzt liegt das 2te Werk auf und das Motto: "Neue Ufer" gilt nicht nur für die Band, sondern könnte ein Weckruf für das ganze Genre werden! Frisch und frei spielen die Nürnberger auf.
Kommt das erste Lied noch ein wenig getragen daher, ist spätestens mit "Spiel des Lebens" die ganze Spielfreude der Band zu hören und ein Ohrwurm hat sich festgesetzt. Der Refrain wird auf jeden Fall Live ein absoluter Mitreißer.
Richtig deftig geht es dann mit "Scherenschnitte" weiter, während "Mondnacht" sich ganz langsam aber umso eindringlicher aus den Boxen schraubt.
Ignis Fatuu stehen einfach für variantenreiche Musik mit eingängigen Melodien und sehr schönem, sich dem jeweiligem Lied anpassendem Gesang.
Ach ja, Irene zeigt wirklich allen, dass die Blockflöte KEIN Folterinstrument ist :-)
Meine Favoriten sind mit kleinen Vorteilen das Titellied "Neue Ufer" und "Stille Wasser". Letzteres nimmt ein Thema auf, an welchem sich nicht viele Bands wagen, und schafft es dann auch noch mit seinem Text zu überzeugen.
Ein Wenig Kritik darf ich aber auch noch los werden. Nachdem "Drachenreiter" für mich eines der stärksten Stück auf der ersten CD war, bin ich von der Fortsetzung "Junger Krieger" ein wenig enttäuscht.
Aber das ist auch schon der einzige Schatten den ich finden konnte. Meine Empfehlung an die Spielleute von Subway to Sally und In Extremo: kauft Euch diese Scheibe und lernt! Allen anderen die nur im entfernten etwas mit Musik aus diesem Bereich anfangen können, KAUFEN und die Band im Auge behalten!
geschrieben von: micha ( drachenglut) am 25.03.2011