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Tarja Turunen - My Winter Storm
Autorenwertung:
Hörerwertung
Interpret:
Tarja Turunen
Album:
My Winter Storm
Erschienen
2007
Label
-
Website:
-
Probehören:
Wer die Stimme von Tarja Turunen hört, wird vielleicht ins Grübeln kommen, woher sie ihm bekannt vorkommt. Die Antwort ist einfach: Sie war bis zum vergangenen Jahr (2005) die Leadsängerin von Nightwish. Nachdem sie die Band verlassen hat, hat sie nun ihr erstes Soloalbum auf den Markt gebracht. Und ich kann nur sagen: Es lohnt sich
Dass Tarja Turunen über eine begnadete Stimme verfügt, weiß jeder, der mal ein Nightwishalbum in den Händen hatte. Tarja Turunen hat klassischen Gesang studiert und besitzt eine Stimme, die über 3 Oktaven geht und eine natürliche Koloration hat. Das Debut-Album ist gut durchdacht und lädt zum Hören an kalten Winterabenden ein. Zwischen den einzelnen Songs finden sich immer wieder kurze Interludes, die das Album zu einem perfekten Gesamtkonzept ergänzen.
Den Beginn macht die erste ausgekopplte Single "I walk alone", das in schon fast Nightwish-Manier gleichzeitig rockt und melodisch ist.
Nummer 2 "Lost Northern Star" ist sehr rockig gehalten und glänzt mit elementen, die an die Songs von Rammstein erinnern.
Der dritte Song ist einer meiner Favoriten. "The reign" ist eine wunderschöne und zugleich traurige Ballade, bei der Tarjas Stimme voll zur Geltung kommt.
Auch der vierte Track "My little Phoenix" ist sehr balladesk, mit schönen Glockenspielelementen, die den Song zu einer Geschiche werden lassen.
"Die alive" kommt dann wieder rockiger daher mit einem eingängigen Refrain.
Song Nummer 6 "Boy and the Ghost" ist dann wieder ein herrlich trauriges Stück mit schönem Finale
Der siebte Track "Sing for me" beginnt sehr ruhig und entpuppt sich dann als mäctige Rockballade, die durch interessante Melodieführung begeistert.
Der vielleicht reizvollste Track ist dann "Oasis", eine sehr ruhige Nummer mit schöner eingängiger Klaviermelodie, der von Tarja komplett auf finnisch gesungen wird.
Wer Song Nummer 9 anspielt, wird sich denken "hoplla, das kenne ich doch". Richtig, der Song "Poison" ist im Original von Alice Cooper. Und das ist auch das Problem des Stückes, denn da ich das Original megageil finde, kann die Coverversion für mich nciht überzeugen.
Track Nummer 10 "Our Great Divide" hätte auch auf dem Soundtrack eines Filmes sein können. Eine sehr ruhige Ballade, die schon fast episch daherkommt.
Nicht ganz überzeugen kann für mich "Damned and Divine", bei dem ich nach wie vor nicht sicher bin, ob ich es nun mag oder nicht. Auch hier handelt es sich um eine Ballade, deren Melodie mir jedoch nciht so ins Ohr will.
Wieder rockiger dann Song 12 "Cirian's Well", wo wieder ordentlich die Haare fliegen dürfen.
Ein weiteres Highlight aus meiner Sicht dann "Minor Heaven". Der Song beginnt ruhig und steigert sich dann zum Ende hin in eine bombastische Rockballade.
Der Song "Calling Grace" kommt völlig ohne Schlagzeug und andere typische Rockinstrumente aus und wird fast ausschließlich von einer Gitarre begleitet. Ein schönes Stück, dass für Tarja jedoch eher untypisch ist und nicht so recht auf die Platte passen will.
Alles in allem eine gelungene Premiere. Wer Tarja jedoch ausschließlich aus der Nightwish-Ecke betrachtet, wird vielleicht etwas enttäuscht sein, da die Instrumentierung nicht ganz so bombastisch ist, wie auf den letzen Nightwish-Alben und die Platte alles in allem eher balladesk als headbangend rockig ist.
Für mich hat sich der Kauf aber allemal gelohnt. Viel Spaß beim hören
geschrieben von: Radionudel am 24. November 2007
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